die nasse Wohngemeinschaft (WG) Wir stellen hier unsere Nassraumbewohner vor. Innerhalb eines Jahres entwickelte sich unser Hobby von einem 120 Liter Aquarium hin zum heutigen 720 Liter Süßwasser-Aquarium, dessen Becken ist 2 Meter lang, 60 cm breit und hoch. die Bewohner Marmorskalar (Pterophyllum scalare) Netz-Prachtschmerle, Botia almorhae (Synonym: Botia lohachata Chaudhuri 1912)  Gold Molly (Poecilia sphenops var. Gold) Spitzmaulkärpfling Goldkopfskalar (Pterophyllum scalare) siamesische Rüsselbarben (Crossocheilus siamensis) Panzerwels (Corydoras similis) eine gute Wohngemeinschaft bilden bei uns...  1) siamesische Rüsselbarben (Crossocheilus siamensis) Es sind Gruppentiere, deswegen sollte in einem Aquarium immer mehrere Exemplare gehalten werden und aufgrund der zu  erwartenden Größe ist ein Aquarium von mindestens 150 cm Seitenlänge sehr zu empfehlen. Die Temperatur sollte zwischen 24°  und 26 °C liegen. Die Tiere bevorzugen weiches Wasser (um 5° dGH), kommen aber auch mit etwas härterem Wasser recht gut klar  (bis 20° dGH). Das Wasser sollte leicht sauer sein. Siamesische Rüsselbarben sind ziemlich sauerstoffbedürftig.  Siamesische Rüsselbarben werden auch in Gefangenschaft 10 bis 16 Zentimeter lang (Verkaufsgröße etwa 2,5 cm), ihre  Lebenserwartung beträgt etwa 9 Jahre, sie können aber auch älter werden. Die Geschlechter der Rüsselbarben lassen sich mit dem  bloßem Auge nicht unterscheiden. Die Haltung im Aquarium ist auch für Anfänger unproblematisch. Jedoch sollte auf Grund der Größe  und der Tatsache, dass die Tiere sich nur in Gruppen ab mindestens 5 bis 8 Fischen wohlfühlen, die Tiere nur in großen Becken  gepflegt werden. Sie verhalten sich sehr tolerant gegenüber anderen Fischen und können problemlos mit anderen Barben, Salmlern  und Welsen vergesellschaftet werden. Gegenüber ihrer eigenen Art können sie jedoch manchmal sehr ruppig werden und jagen sich  durch das ganze Becken. Da die Fische gute Springer sind, ist eine Abdeckung des Beckens anzuraten.  2) Skalare (Pterophyllum Scalare) verschiedene Variationen (Goldkopf, grau bis schwarz, dreifarbige) Der Skalar oder Segelflosser, ist ein Buntbarsch aus dem tropischen Südamerika. Segelflosser - Pterophyllum scalare im eigentlichen  Sinne - sind im Río Ucayali, im Solimões (peruanischer Amazonas), im Amazonenstromsystem Brasiliens, im Rio Negro (außer dessen  Oberlauf), im Rio Branco, Rio Madeira, Rio Tapajós, Rio Xingu sowie in Guyana im Essequibo und Rio Araguaia sowie in Französisch  Guayana im Oyapock verbreitet. Es handelt sich um einen typischen Bewohner tropischer Regenwaldflüsse, der dort vorwiegend  langsam fließende, ruhige Gewässerabschnitte, Uferbereiche und auch das Schwemmland besiedelt.  Für eine artgerechte, am Tier ausgerichtete Haltung sollte das Wasser weich sein mit einer Gesamthärte bis etwa 6 und einer  Karbonathärte von etwa 4 und der pH-Wert dauerhaft unter 7 gehalten werden. Die Art benötigt sauberes Wasser, ausreichende,  regelmäßige Wasserwechsel sind für das Wohlbefinden von Vorteil. Torfzusätze oder Seemandelbaumblätter als auch trockenes  Eichen- und Buchenlaub fördern das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere. Temperaturen um 25-26° sind ausreichend  3) Netz-Prachtschmerlen, Botia almorhae (Synonym: Botia lohachata Chaudhuri 1912) Mit deutschem Namen auch Netz-Prachtschmerle bzw. Netzschmerle, ist ein Fisch aus der Familie der Prachtschmerlen (Botiidae).  Junge und heranwachsende Botia almorhae leben in den Unterläufen den Himalaya nach Süden entwässernder Flüsse in Indien und  Nepal. Ausgewachsene Tiere wandern in die Oberläufe dieser Gebirgsflüsse bis auf 1900 m über dem Meeresspiegel. Dort sind ihre  Lebensräume tiefere Flussbereiche mit steinigem Grund. Bei den bis 18 cm großen Tieren sind die Geschlechter nur dann zu  unterscheiden, wenn die fortpflanzungsreifen Weibchen einen deutlich sichtbaren Laichansatz gebildet haben. Über den silbergrauen  Körper zieht ein Muster aus Y-förmigen, dunklen Querbinden, zwischen denen jeweils noch eine dunkle Halbbinde auf der unteren  Körperhälfte liegt. Diese Zeichnung setzt sich auf die Flossen fort. Alle Prachtschmerlen vermitteln den Eindruck, schuppenlos zu sein  und stattdessen über eine ledrige glatte Haut zu verfügen. Tatsächlich besitzen sie sehr kleine, eng am Körper anliegende Schuppen,  die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Charakteristisch für alle Prachtschmerlen ist ein unter jedem Auge in einer Hauttasche  liegender Augendorn, der ausgeklappt und über ein Knochengelenk arretiert werden kann. Diese gebogenen, scharfen und spitz  auslaufenden Dorne, die viele Schmerlenarten tragen, dienen anscheinend nur der Verteidigung gegenüber Fressfeinden. Sie werden  auch im Zusammenhang mit "Gähnen", das als Komfortverhalten zu werten ist, für kurze Zeit ausgeklappt.  Temperatur: 22 bis 30°C / opt. 24 bis 28°C, pH zwischen 5 bis 6,8, GH 2 bis 16°dGH 4) Schleier Prachtbarben (Puntius conchonius (Hamilton, 1822)) Die lebhaften Prachtbarben mit der für Barben so typischen Körperform leben in freier Wildbahn in krautigen Gewässern mit dichter  Randbepflanzung und mulmigen Grund. Er ist ein mutiger, aber dennoch ruhiger Fisch, der mit einem Leben in Gefangenschaft recht  gut zurecht kommt und seit 1903 regelmäßig in Aquarien gehalten und gezüchtet wird. Die in Aquarien aufgewachsenen Fische werden  auch selten größer als 8 cm. Im Gegensatz dazu werden Exemplare der wilden Populationen bis zu 15 cm groß. Die Prachtbarbe  zupft gerne an langen Flossen und wühlt im Boden nach Freßbaren, weshalb man ihn besser nicht mit allzu empfindlichen oder  kleineren Fischen zusammensetzen sollte; auch sollte eine robuste Einrichtung mit nicht zu empfindlichen Pflanzen gewählt werden.  Temperaturen: 18 - 30°C, pH-Wert: 6 - 8, Gesamthärte: < 30°dH   5) blaue Antennen-Harnischwelse (Ancistrus dolichopterus) Er kann eine Größe von 13 cm bis 15 cm erreichen, wobei die Weibchen etwas kleiner bleiben. Er hat eine Lebenserwartung von etwa  10 bis 15 Jahren. Die Grundfarbe ist ein dunkles Schwarz, das im Alter leicht verblasst. Der gesamte Körper ist von kleinen weißen  Punkten übersät. Die Rücken- und Schwanzflosse haben einen weißen Saum, der im Gegensatz zum sehr ähnlichen Ancistrus sp. L181  (L-Nummer) meist nicht verblasst. Auch kann man den Ancistrus dolichopterus anhand der 8-9 Weichstrahlen der Rückenflosse von  anderen Ancistren mit meist 7 Weichstrahlen unterschieden. Die Männchen bilden gattungstypisch in Maulnähe ein Geweih aus  fleischigen Fortsätzen aus, das auch bis auf die Stirn wächst. Die Weibchen von Ancistrus dolichopterus haben auch Auswüchse,  allerdings wesentlich kleiner und nur um das Maul herum. Deswegen ist eine Unterscheidung der Geschlechter erst ab einer gewissen  Größe möglich. Er ist beheimatet im Rio Negro, einem Nebenfluss des Amazonas in Südamerika. Typisch für diesen Fluss ist das  Schwarzwasser, welches klar, aber durch Gerbstoffe bernsteinfarben bis dunkelbraun ist. A. dolichopterus bevorzugt sehr weiches  Wasser mit einem niedrigen pH-Wert und Temperaturen von 26 bis 29 °C.  6) Längsstreifen-Ohrgitterharnischwelse (Otocinclus vittatus) Der 3,5 bis 4,0 cm große Süßwasserzierfisch stammt aus dem nördlichen und mittleren Südamerika, insbesondere den Regionen:  Amazonas, Orinoco, Tocantins, Rio Xingu und Paraná in Brasilien und den angrenzenden Gebieten Paraguays. Otocinclus sind sowohl  in Schwarzwasserflüssen als auch in Weißwasserflüssen heimisch. Seine Nahrung besteht aus Pflanzenteilen, Algen und Totholz sowie  den Mikroorganismen, welche sich auf oder in ihnen befinden. Die Fische sind friedlich und problemlos mit anderen, vorzugsweise  südamerikanischen, Aquarienfischen zu vergesellschaften. Wie auch andere Welse (z.B. Corydoras) sind die Tiere Darmatmer. Auch bei  guter Wasserqualität ist daher zu beobachten, dass sie mitunter pfeilschnell an die Wasseroberfläche schwimmen und atmosphärischen  Sauerstoff aufnehmen. Die Geschlechtsunterschiede sind schwer auszumachen: weibliche Tiere sind etwas größer und fülliger.  Temperatur: 23-27 °C / pH-Wert: 6,0-7,8 / Gesamthärte: 2-18 °dGH  7) rote Neons (Paracheirodon axelrodi) ist ein Süßwasserzierfisch aus der Ordnung der Salmlerartigen. Er stammt aus Südamerika. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Venezuela und Brasilien bis Kolumbien. Er kommt im Orinoco und Rio Negro und in deren Zuflüssen vor. Der Rote Neon hält sich bevorzugt an beschatteten, dunkleren Uferstellen auf.[1] Vor der Aufstellung der Gattung Paracheirodon wurde der Rote Neon wissenschaftlich auch als der Gattung Hyphessobrycon oder Cheirodon zugehörig betrachtet. Rote Neons werden bis zu fünf Zentimeter lang und können bis zu 10 Jahre alt werden. Die Geschlechter der Neons sind kaum zu unterscheiden, meist sind die Weibchen etwas rundlicher als die schlanken Männchen. Größe: bis 5cm / Temperatur: 23 bis 27°C / PH: 5,5 bis 6,5 / GH: 5 bis 10°dGH / KH: 0 bis 5°dKH 8) Der Molly, Platy oder auch Spiegelkärpfling (Xiphophorus maculatus) Der Süßwasserfisch bewohnt die Gewässer Belizes, Guyanas, des östlichen Mexiko und Honduras. Als Hauptfundorte dieser Tierart  gelten die Flusssysteme des Rio Papaloapan und des Rio Coatzacoalcos. Bevorzugtes Habitat sind in Verbindung mit den großen  Fließgewässern stehende flache und sumpfige Tümpel und Weiher. Der Platy ist gesellig und sollte im Aquarium nicht allein gehalten  werden. Günstig ist ein "Überhang" von Weibchen. Um innerartliche Aggressionen im Zaum zu halten, sollten nicht nur 2 Männchen  zusammen gepflegt werden, da das schwächere Tier schon bald die Rolle des "Prügelknaben" einnehmen würde. Also entweder nur ein  Männchen mit mehreren Weibchen, oder eine größere Gruppe beider Geschlechter. Die Platys leben standorttreu und  oberflächenorientiert und bevorzugen pflanzenreiche, stehende oder schwach fließende Gewässer.  Temperatur: 18-25 °C / pH-Wert: 7,0-8,0 / Gesamthärte: 5-30 °dGH 9) Sterbas Panzerwels (Corydoras sterbai) auch Orangeflossen-, Goldflossen- oder Gelbflossen-Panzerwels, ist eine in Brasilien, im Oberlauf des Rio Guaporé, beheimatete  Panzerwelsart. Wegen seiner attraktiven Zeichnung wird er häufig als Zierfisch in Aquarien gehalten. Der mit einer Gesamtlänge von  acht Zentimetern recht große Panzerwels ist im Vergleich zu anderen Corydoras-Arten relativ hochrückig. Der Kopf und Rücken sind  von hell- bis dunkelbrauner Grundfarbe und bedeckt mit gelblichen Punkten. Zur Schwanzflosse hin sind die Körperseiten braun und  gelblich gestreift. Der Bauch ist von weißer bis rosa Farbe. Die von einigen Trivialnamen angedeutete Flossenfärbung bezieht sich auf  den ersten Strahl der Brustflossen, der gelb bis kräftig orange ist.   Temperatur: 23-28 °C /  pH-Wert: 6,0-7,5 / Gesamthärte: 2-19 °dGH  10) Bitterlingsbarben (Puntius titteya) Bitterlingsbarben stammen aus Sri Lanka, wo sie vor allem in Bächen des Tieflandes zu finden sind. Die Männchen zeigen zur Laichzeit  eine kräftige kirschrote Färbung und sind untereinander recht zänkisch. Es bilden sich daher abgegrenzte Reviere einzelner Männchen  mit mehreren Weibchen. Unterlegene Männchen nehmen die blasse Färbung der Weibchen an und entziehen sich dadurch dem  'Konkurrenzkampf'. Der aus überschatteten Bächen u. kleinen Flüssen stammende Fisch liebt ruhige, dicht bepflanzte Aquarien mit  dunklerem Grund und zahlreichen Rückzugsmöglichkeiten. Temperatur: 22-26 °C, pH-Wert: 6,5-7,5 Gesamthärte: 5-19 °dGH  11) Guppy (Poecilia reticulata) Die Männchen der Zuchtformen werden ohne Schwanzflosse knapp 3 cm groß, die Weibchen bis über 6 cm. Die Wildformen bleiben  deutlich kleiner, Männchen bis 2,5, Weibchen bis 4,5 cm. Der Guppy zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Die  Männchen sind kleiner, schlanker und farbenprächtiger als die Weibchen. Außerdem haben sie ein Gonopodium, also eine zum  Begattungsorgan umformte Afterflosse, die bei Jungguppymännchen bereits im Alter von vier Wochen ansatzweise zu erkennen ist.  Guppys sind lebendgebärend. Sie betreiben keine Brutpflege und betrachten ihre Jungen sogar als Beute. Allerdings gilt das nicht für  alle Stämme, manchmal bleiben die Jungen unbehelligt.  Temperatur: (möglich: 16-30 °C; optimal: 24-26 °C), pH-Wert: 6,8-8,0  Gesamthärte: 10-30 °dGH  © für alle Inhalte (Bilder & Texte) liegen die Rechte bei Klaus-Joachim Forster   © Klaus-Joachim Forster Bitterlingsbarbe (weiblich) blauer Antennenharnischwels Goldkopfscalar siamesische Rüsselbarben Bitterlingsbarben (rot männlich, orange weiblich) blauer Antennharischwelsbock bewacht seine Brut